Signatur Peter Prandstetter

Ausstellungen

1949

Solbad Hall, Faistenbergersaal (Veranstalter: Stubengesellschaft): Große Gruppenausstellung gemeinsam mit Max Weiler, Josef Bachlechner, Franz Pöhacker u. v. a.

»Eine interessante Erscheinung ist der junge Aquarellist und Zeichenlehrer Peter Prandstetter, dessen Aquarell ‚Das Parkfest‘ sowohl farbig und zeichnerisch ganzmoderne Haltung bekundet.« J. R. (d. i. Josef Ringler) in Tiroler Tageszeitung, 23. 11. 1949.

1950

Solbad Hall, Gartensaal des Damenstiftes (Veranstalter: Stubengesellschaft): Sommerausstellung mit ähnlicher Beschickung wie 1949.

1953

Innsbruck, Tiroler Kunstpavillon, 4. Österreichische Jugendkulturwoche: Gruppenausstellung »Die Jungen« mit gesamt–österreichischer Beteiligung gemeinsam mit Wilfried Kirschl, Gustl Stimpfl, Anton Tiefenthaler, Markus Prachensky, Klaudius Molling u. v. a.

Solbad Hall, Knabenhauptschule: Große Gruppenausstellung zum 650jährigen Jubiläum der Stadterhebung gemeinsam mit Franz Krautgasser, Franz Pöhacker, Max Spielmann, Hans Pontiller, Paul Flora, Imre Seilern u. v. a.

1954

Innsbruck, Kunstpavillon, 5. Österreichische Jugendkulturwoche: »Die Jungen« gemeinsam mit Kurt Absolon, Rudolf Hradil, Herbert Danler, Norbert Drexel, Adolf Luchner u. v. a. Innsbruck, Kleiner Stadtsaal (Veranstalter: Katholischer Tiroler Lehrerverein): »Junge Tiroler Lehrerkünstler stellen aus«, gemeinsam mit Franz Krautgasser, Adolf Luchner, Eduard Klell u.a. 3. Österreichischer Graphikwettbewerb. Unter den Preisträgern Kurt Absolon, Walter Eckert, Helmut Rehm; ausgestellt: Claus Pack, Norbert Drexel, Peter Prandstetter; Katalog.

1955

Innsbruck, Tiroler Kunstpavillon, 4. Österreichischer Graphikwettbewerb. Unter den Preisträgern Franz Krautgasser, Hans Fronius, Paul Flora, ausgestellt: Max Weiler, Eduard Klell und Peter Prandstetter; Katalog.

1956

Innsbruck, Tiroler Kunstpavillon, 5. Österreichischer Graphikwettbewerb. Unter den Preisträgern Anton Lehmden, Max Spielmann, Hilde Nöbl, angekauft wurden Werke von Wilfried Kirschl, Anton Tiefenthaler und Peter Prandstetter. Katalog.

1957

Innsbruck, Tiroler Kunstpavillon, 6. Österreichischer Graphikwettbewerb. Preisträger u. a. Kurt Moldovan, Rudolf Hradil, Peter Prandstetter. Katalog.

1958

Innsbruck, Tiroler Kunstpavillon: Gruppenausstellung gemeinsam mit Wilfried Kirschl, Anton Tiefenthaler und Rudolf Wach.

»Am weitesten entfernt sich Peter Prandstetter vom Gegenständlichen (…) Seine Abstraktionen erfolgen in fein abgestimmten und vornehmen Farben, bei denen die verschiedensten Variationen der Grautöne eine entscheidende Rolle spielen.« L. (d.i. Otto von Lutterotti) in TirolerTageszeitung,19.6.1958 Innsbruck, Lesesaal der Jesuiten: Erste Prandstetter–Personale mit sieben Aquarellen.

1959

Innsbruck, Lesesaal der Jesuiten: Kleine Personale mit Aquarellen.

»Es handelt sich meist um abstrakte Kompositionen. Manche verraten intellektuelle Konstruktionen, manche einen natürlichen, spielerisch bewußten Aufbau (…) Er versteht Farben ganz durchsichtig aufs Papier zu legen, sie zum Sprechen zu bringen, ohne je laut zu werden (… ) Kleinigkeiten, durchaus nicht ins Auge fallend, ergeben Abwechslung. Allesordnet sich ein und atmet oder tritt eigentlich aus einer geschlossenen Ordnung lebendig hervor.« V.D. in Tiroler Nachrichten, 21. 11. 1958

Wiener Secession, Neue Galerie: Gruppenausstellung mit Norbert Drexel, Wilfried Kirschl und Anton Tiefenthaler. Katalog, 12S.

»Man fragt sich, sind diese Gebilde abstruse Wirklichkeiten oder Spiegelungen? Was ist überhaupt Realität? Der Mensch erhebt sich über die Erde, er sieht sich nicht mehr an sie gebunden, jahrhundertealte Ordnungen des Denkens stürzen ein, man spricht von einer Überwindung des Zeitbegriffs. Mehr denn je haben da die Bildkünste die Aufgabe, optische Sinnbilder unserer neuen geistigen Situation zu bieten. Dem kommt Prandstetter in einzelnen seiner abstrakten Aquarelle sehr nahe. Er vermag uns innerlich zu berühren, da er – wohl unbewußt – daran ist, aus dem so sehr geweiteten und gewandelten Erlebnisbereich unserer Zeit heraus zu schaffen.« Karl Maria Grimme in Österreichische Neue Tageszeitung, Wien, 21. 6. 1959

»Den stärksten Eindruck gewinnt man außer bei Drexel von den Aquarellen von Peter Prandstetter. Sie sind alle nur durch Nummern betitelt, gehen aber im Wesentlichen auf Landschaftsimpressionen zurück, die Prandstetter jedoch in einem klangreichen und manchmal ins Kristallinische gehenden Formbau übersetzt. Viel Blau schafft eine zarte Transparenz. Wenn man an Kleeerinnert wird, so besteht doch nur eine Analogie zu ihm, weil Prandstetter einen völlig eigenen bildnerischen Weg geht. Blätter wie das Aquarell XIII oder gar IV/15 sind von erlesener Qualität.« J. L. (d.i. Jorg Lampe) in Die Presse, 28. 6. 1959

1962

Bregenz, Palais Thurn und Taxis: Gruppenausstellung mit Norbert Drexel, Wilfried Kirschl, Franz Pöhacker und Anton Tiefenthaler. Katalog, 12 S.

Wien, Galerie Synthese: Gruppenausstellung mit Norbert Drexel, Leopold Ganzer, Wilfried Kirschl, Hermann Pedit, Heimo Schrittwieser, Anton Tiefenthaler, Franz Walchegger. Katalog, 17 S.

1963

Linz, Neue Galerie (Veranstalter: Stadtmuseum Linz): Gruppenausstellung mit Norbert Drexel, Wilfried Kirschl, Franz Pöhacker und Anton Tiefenthaler. Katalog, 12 S.

Wien, Künstlerhaus, Französischer Saal: Gruppenausstellung in gleicher Zusammensetzung. Katalog, 12 S.

Bozen, Messepalast: Gruppenausstellung mit Josef Kienlechner, Paul Flora und Josef Schwarz, veranstaltet von der Berufsvereinigung der bildenden Künstler, Innsbruck.

1964

Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Große Übersichtsausstellung »Tiroler Kunst heute«. Katalog, Einleitung von Erich Egg, 28 S.

Innsbruck, Tiroler Kunstpavillon: Erste große monographische Ausstellung mit 43 Temperabildern, Aquarellen und Rohrfederzeichnungen. Katalog, 4 S.

»Denn dies wäre eine verfehlte Annahme, daß Prandstetter formal von Weiler abhängen würde und selbst nichts auf künstlerischem Gebiet zusagen hätte. Irgendwie erscheinen seine Arbeiten gegenüber jenen von Weiler feinteiliger und subtiler, sodass hier gleichsam eine intime Welt umschlossen wird. Bedeutet Weilers echtes Pathoseine Kraft, über die nicht mehrdiskutiert zu werden braucht, so sicher ist sie zum Bestand unserer Kulturentwicklung geworden, so tritt uns aus Prandstetters Arbeiten noch eine von innen kommende Frage entgegen.« Anonym in Tiroler Nachrichten, 24. 3. 1964

Innsbruck, Galerie im Taxispalais: Zeitgenössische Tiroler Kunst aus dem Besitz der Raiffeisen–Zentralkasse Tirol. Katalog, Vorwort von Heinz von Mackowitz, 18 S.

Innsbruck, Kunsthandlung Unterberger: Kleine Personale mit Aquarellen und Ölbildern.

1965

Innsbruck, Kunsthandlung Unterberger: Personale mit drei Ölbildern und einigen Aquarellen.

1966

Innsbruck, Landesmuseum Ferdinandeum, 10. Österreichischer Graphikwettbewerb. Preisträger u.a. Wolfgang Hollegha, Oswald Oberhuber, Josef Mikl, Arnulf Rainer, Drago Prelog, Peter Prandstetter.

1968

Innsbruck, Landesmuseum Ferdinandeum, 11. Österreichischer Graphikwettbewerb. Unter den Preisträgern Gustav Stimpfl, Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Adolf Frohner, ausgestellt: Rainer Schiestl, Walter Nagl, Peter Prandstetter. Katalog.

Lienz, Städtische Galerie: Aquarelle der Jahre 1964 bis 1968.

»Seine Verhaltenheit, die Vorliebe für das Aquarell (…) haben ihn zu Unrecht im Urteil des Publikums in den Schatten des Dramatikers Weiler versetzt, als dessen Schüler man ihn immer bezeichnet hat; von dem er sich aber schon auf Grund seines gänzlich anders gearteten Temperaments, das sich im Kammermusikcharakter seiner Blätter malerisch dokumentiert, unterscheidet.

Ausgehend von einem verwandten Formenvokabular fand Prandstetter nicht zu Weilers expressiver Affinität zur Naturform, sondern zu einer verfeinerten, durch Mittel und Format begünstigten Autonomie der Bildelemente und der durch die Bildelemente akzentuierten Leerform.« Peter Weiermair in Tiroler Tageszeitung, 18. 9. 1968 1969 Wien, Galerie Würthle: Aquarelle.

»Die Erscheinungen dieser Welt und dieses Lebens haben für Peter Prandstetter ihre Bedeutung dort, wo sie sich als nur für Augenblicke erfahrbare Zustände offenbaren. Diesen Momenten des Verwehenden, des Vorüberziehenden, des sich unter ganz bestimmten Voraussetzungen einstellenden, nicht ganz faßbaren Bildes, spürt der Maler mit angemessenen Mitteln nach (…)

Die Wandelbarkeit der Erscheinungen führt zu einer offenen Gestaltungsweise, innerhalb derer die weich und zart ins Spiel gebrachten Farben in ihren gebrochenen Tönungen sich reich entfalten können. Aus fremden und dennoch vertrauten Bezirken, in die der Künstler Eingang gesucht und gefunden hat, schickt er als Navigator unter Schmetterlingen und Chrysanthemen Botschaften an jene, die sie empfangen können.« Kristian Sotriffer im Katalog, 4 S.

Innsbruck, Galerie am Dom: 14 Aquarelle.

Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: »Tiroler Maler sehen Frankreich«, gemeinsam mit Max Spielmann, Wilfried Kirschl, Anton Christian, Paul Flora u. a. Katalog, Einführung von Erich Egg, 1–6 S.

1969

Galerie Würthle, Wien

1970

Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: 12. Österreichischer Graphikwettbewerb. Preisträger u. a. Rudolf Wach, Walter Nagl, Adolf Frohner, Peter Pongratz, Peter Prandstetter. Katalog.

Innsbruck, Alpina–Heim (Veranstalter: Innsbrucker Cartellverband): Gruppenausstellung gemeinsam mit Norbert Drexel, Franz Pöhacker und Rainer Schiestl. Katalog, 12 S.

Solbad Hall, Galerie St. Barbara: Thematische Ausstellung »Schrift und Bild«. Katalog, Vorwort von Peter Weiermair, 16 s.

1971

Solbad Hall, Galerie St. Barbara: Personale mit 44 Aquarellen.

»das prozeßhafte wird auch bei prandstetter reflektiert; unaufhebbar verbindet sich darstellung und reflexion des entstehungsprozesses. dieses moment der zeit, wo die poetische sensibilität des künstlers dem augenblick dauer verleiht, ihn fixiert, anhält und die formlosigkeit (als ausgangspunkt aller möglichen formen) der mikro– und makroskopischen, transitorischen weit fasziniert beobachtet, ist, unabhängig vom reiz der jeweiligen erfindung, das stärkste moment seiner bilder.« Peter Weiermair im Leporello zur Ausstellung.

Bregenz, Galerie Krinzinger: Übersichtsausstellung österreichischer Gegenwartskunst »aquarelle – druckgraphik – handzeichnungen – plastik«. Katalog, Vorwort von Peter Weiermair, 8 S.

Salzburg, Landeshypotheken–Anstalt: Graphikwettbewerb der SAFE. Preisträger Richard Hirschböck, Rudolf Hradil, Pepo Pliem, Rainer Viktorin, Peter Prandstetter.

Innsbruck, Galerie im Taxispalais: »Aquarelle und Zeichnungen 1954–71«, zusammengestellt von Wilfried Kirschl und Peter Weiermair.

»verfolgt man das werk von jener merkwürdigen, ancarra oder de chirico erinnernden landschaft an, wo der leere raum fast körperlich spürbar wird, über die kristalline und vegetative phase bis zu den letzten transparenten farbkörpern und farbräumen, die inden freien raum seiner bildbühne eingebaut werden, erkennt man prandstetters durchgängiges verhältnis zum raum als festem rahmen aller ereignisse, aller wechselnden zustände, die er stillebenhaft anhält.« Peter Weiermair im Katalog, 40 S.

1972

Innsbruck, Autohaus Union: Alte und neue Aquarelle, »hauptsächlich solche, die von Maschinen, von fliegenden, schwimmenden oder sonst beweglichen Dingen handeln«.

Freiburg i.Br., Städtische Galerie: »Fünf Künstler aus Innsbruck. Drexel, Kirschl, Pöhacker, Prandstetter, Tiefenthaler«. Katalog, 12 S.

Egg, Hauptschule: dieselbe Ausstellung im Rahmen der Bregenzerwälder Kulturtage.

»Der Künstler nennt seine Bildserien ,Köpfe‘, ,Landschaft‘, ,Fliegendes‘, ,Schwimmendes‘. Er nennt sie so als Serien, nicht als Einzeldarstellungen. Das sind also Überbegriffe, Schlüsselwörter, eher allgemeine als konkrete Vorstellungen, an die sich der Bildanlaß hängt. Labilität ist hier zur Tugend, zur Spielregel gemacht (…) Der Gegenstand verliert sein Massives, die farbliche Qualität gewinnt ihr Präzises und bleibt bei aller Schärfe dennoch leicht. Zum Anschauen nahe, weht der Geist, wo er will, webt die Seele ihr Netz, ihr leichtes Kleid, ob es wohl auf einen Nachbarn passen wolle.« Walter Methlagl in seiner Eröffnungsrede, Typoskript.

1973 Hall in Tirol, Schulgalerie des Gymnasiums: »Aquarelle, Deckfarbenmalereien, Zeichnungen 1955–1973«. Katalog 4 S. Landeck, Galerie Elefant: »39 Blätter aus der Reihe 150 Aquarelle und Deckfarbenmalereien 1972/73«. Katalog, Text von Peter Weiermair, 12 S.

1974

Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: 14. Österreichischer Graphikwettbewerb: Preisträger u. a. Tibor Gayor, Elisabeth Kmölinger, Gustav Janusch, Peter Prandstetter.

Innsbruck, Landeck, Imst, Reutte: Graphikwettbewerb der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Tirol »Tiroler Künstler sehen die Arbeitswelt von heute«. Preisträger u. a. Oswald Oberhuber, Anton Christian, Peter Prandstetter. Katalog 20S. Innsbruck, Galerie Krinzinger: »Aquarelle, Rohrfederzeichnungen, Hinterglasbilder 1969–74«. Katalog 6 S.

Galerie Krinzinger, Innsbruck

1975

Alpbach, Europäisches Forum: »Tiroler Maler und Graphiker der Gegenwart«, Übersichtsausstellung u. a. mit Gerhild Diesner, Paul Flora, Chryseldis Hofer, Wilfried Kirschl, Max Peintner, Max Weiler. Katalog, Vorwort von Krista Hauser, 12 S.

Rum bei Innsbruck, Gemeindeamt: Personale mit 18 Blättern. Innsbruck, Galerie Bloch: »Hinterglasmalereien 1970–1975«.

»Auf den ersten Blick entdeckt man zwischen den virtuosen Aquarellen verhauchender Farben und des für ihn so charakteristischen Zwischenreiches erinnerter Gegenständlichkeit mit ihrem oft komplizierten Bildaufbau und den Hinterglasbildern kaum Verwandtschaften (…) Erst allmählich stellt sich eine Freiheit ein, mit der er eigene Bilderfindungen früherer Jahre nahezu ironisiert. Die Entwicklung der Hinterglasbilder, anfänglich ein Thema variierend, dann sorgfältig Erfahrungen verwertend, die aus der langsamen Adaption der Technik erwachsen, beim für Prandstetter so charakteristischen Experimentieren mit den Wirkungen verschiedener Materialien entstehend, führt von erster Starre zu lockerer Gekonntheit.« Peter Weiermair im Katalog, 6 S.

1976

Graz, Galerie im Studentenhaus der Katholischen Hochschulgemeinde: »Aquarelle 1970–1975«. Katalog mit Tuscheskizzen nach den Aquarellen und einem Vorwort von Peter Weiermair, 40 s.

1977

Innsbruck, Galerie Bloch: »Farbstiftmalereien 1976/77«.
»Er nennt die Werke bewusst nicht Zeichnungen, sondern Malereien, um damit die Verdichtung der Linie zur Fläche, die Überzeichnung zur deckenden Farbe zu betonen. Radikaler und entschiedener hat sich Prandstetter nie zur Farbe bekannt, deren Leuchtkraft, Differenzierung, Sättigungsgrad und Materialität hier zur Erscheinung kommen (…) Trotz ihrer Strichlagen sind Prandstetters Blätter keine expressiven Psychogramme, es sind nach wie vor auf die Farbsubstanz gebrachte Formen, denen seine kühl ordnende Hand zu eigen, denen seine Leidenschaft für die Vielfalt der ihn umgebenden Welt anzumerken ist. Auch die Kostbarkeit dieser Farben ist von einer gegenständlichen Semantik aufgeladen, sie läßt Analogien zu, zur kostbaren Farbe einer Feder, der Durchsichtigkeit eines Anemonenkelchs, der flirrenden Farbigkeit eines Schmetterlingsflügels. Prandstetters Kunst hat das Staunen nicht verlernt.« Peter Weiermair im Katalog, 6 S.

Innsbruck, Tiroler Landesmuseum: Thematische Ausstellung »Das Porträt nach 1945 in Tirol«. Katalog, Vorwort von Gert Ammann, 21 S.

1978

Innsbruck, Galerie Annasäule: »151 Blätter 1978 ‚Die Schönheit des Vergehens’«. Katalogfaltblatt, Text von Peter Weiermair, 4 S.

»151 Blätter mit dem Titel ,Die Schönheit des Vergehens’ sind dem Fließen und den saften Übergängen des Farblebens in die 1 schwebende Fläche des Bildgrundes besonders zugetan, was bei Prandstetter freilich nie selbstgefällige Bravour eines seiner Mittel längst sicheren Malers heißt; dem aufmerksamen Betrachter zeigen sich Erlebnisschätze, die ein wacher, sich von innen her immer ganz frei haltender künstlerischer Verstand aus der Begegnung mit Natur, mit täglicher Gegenwart, mit bestimmten Räumen (weniger mit Menschen) herausholt und in das helle, oft funkelnde und oft strukturell sehr betonte Reich der Malerschrift transportiert.« M.H. (d.i. Magdalena Hörmann) in Kulturberichte aus Tirol, Nr. 269/270 (Juli 1979).

1979

Innsbruck, Akademisches Gymnasium Angerzellgasse: »Arbeiten 1954–1979«, Katalogfaltblatt, 4 S.

Salzburg, Museumspavillon im Mirabellgarten (Veranstalter: Kulturamt der Stadt Salzburg und Museum Carolino Augusteum): »34 Blätter aus der Reihe151 Blätter 1978 – Die Schönheit des Vergehens«.

»In den Aquarellfolgen, diesen risikoreichen Übungen, ihrer musikalischen Improvisation und einer durch strengste Selbstdisziplin erreichten virtuosen Präzision, gelingen ihm überzeugende Beispiele müheloser Schwerelosigkeit, einer fast mozartisch anmutenden Heiterkeit, wie auch das Motto von Mozart stammen könnte(…) Das Leichte dieser Kunst ist nicht so sehr die Conditio sine qua non des Artistischen, sondern beruht auf dem auf die sprachliche Dimension der Kunst selbst gerichteten Blick, ist Folge einer visuellen Intelligenz, die nichts Literarisches oder Psychologisches mitzuteilen wünscht, sondern die Möglichkeit des eigenen Ausdrucks konsequent und nicht selten selbstironisch untersucht.« Peter Weiermair im Katalog, 14 S.

Innsbruck, Galerie Annasäule: »Zeichnungen 1955–1979«

»Zeichnen ist für Prandstetter ein selbständiges Medium, das er unabhängig von Aquarell und Glasmalerei entwickelt hat. Ein Medium, mit dem er sich seit rund 25 Jahren der Wirklichkeit stellt: dem Raum, der ihn umgibt, der Luft, die er atmet, den kleinen Dingen des Alltags und deren Veränderung: wuchernden Pflanzen und verwesenden Früchten, der Amsel, die beinahe im Blatt verschwindet, dem eigenen Maiwerkzeug, einer Brücke inmitten der technischen Landschaft, flüchtige Wolken, dem eigenen Gesicht, das er tastend zu erfahren und in Linien zu verwandeln sucht.

Verfolgt man diesen zeichnerischen Weg – von den ersten, noch aus der Akademiezeit stammenden Stillleben über die leichten schwebenden Blätter der sechziger Jahre bis zu den letzten irritierenden Tastzeichnungen, so wird der Begriff ,traditionell’ brüchig. Prandstetter gehört zu jenen wachen, sensiblen Künstlern, die sich selbst, ihr Denken, ihr handwerkliches Können ständig überprüfen, die offen für geistige Bewegung sind, ohne deshalb all das über Bord zu werfen, was sie als tragfähig erkannt haben. Seine Freude am Experimentieren, am Erproben verschiedener technischer Mittel, seine Vorliebe für bildnerische Serien, in denen thematische und formale Überlegungen bis zu einem Endpunkt durchgespielt werden, entspringen dieser Selbstkontrolle und der Bereitschaft für Neues und Künftiges.« Krista Hauser im Vorwort des Buches der Allerheiligenpresse Innsbruck »Peter Prandstetter – Zeichnungen 1955–1979«, 166 s.

Salzburg, Künstlerhaus: Großer Preis für bildende Kunst der Salzburger Wirtschaft. Die Preisträger: Werner Würtinger (Bildhauer) und Peter Prandstetter (Graphik). Katalog, 12 S.

»Er hat sich mit allem, was bisher von ihm zu sehen war, als ein Künstler des Leisen ausgewiesen, als einer, der mit Neugier experimentiert, ohne den Ehrgeiz, jemals zu endgültigen Lösungen zu gelangen. In seinen Arbeiten spiegelt sich Zurückhaltung in den Mitteln und Bescheidenheit als künstlerische Qualität.« Werner Thuswaldner in Salzburger Nachrichten, 23. 6. 1979 Innsbruck, Galerie Annasäule, Galerie Bloch (Veranstalter: Forum für aktuelle Kunst): Übersichtsausstellung »Medium Zeichnung«. Katalog, Vorwort von Peter Weiermair, 100 S.

»Peter Prandstetter: Seine drei ,Tastzeichnungen‘, Erfahrungen und Umsetzungen des menschlichen Schädels mit Feder, mit Auge und Fingerspitzen sind konkret, kalt, sensibel, von einer medizinischen und zutiefst ästhetischen Magie.« v.h. (d.i. Volkmar Hauser) in Tiroler Tageszeitung, 4.7.1979 Salzburg, Museum Carolino Augusteum: »Zeichnungen, 1955–1979«.

»Die Zeichnung (…) ist vielmehr als ein Prozeß einer konsequenten persönlichen Filterung zu sehen, aus der heraus es um die Sichtbarmachung der Probleme geht, die Prandstetter hinter dem Kontinuum der Realität erspürt. Der Raum als künstlerisches Problem, das Körperliche als Mittel der Raumerforschung und das Phänomen der Rhythmisierung, das sind die Fragestellungen, die Prandstetter unentwegt und unablässig dazu zwingen, hinter die dingliche Welt zu schauen.« Albin Rohrmoser im Katalog, 8 S.

»Mit seismographischer Empfindlichkeit gestaltet Prandstetter Kompendien seiner Umwelt, die Poesie der Dinge des Alltags und deren Veränderung: Pflanzen, verwesende Früchte, Mal– und Handwerkszeuge, Landschaften, den verletzenden Eingriff der Technik in die Natur. Das elementare zeichnerische Verlangen des Bildners wird so zu einem schauenden Denken, zu einem Besitzergreifen vom Flüchtigen und Vergänglichen.« Michael W. Fischer in Salzburger Nachrichten, 25. 10. 1979

Luzern, Arlecchino: »Farbstiftmalereien 1976/77« Innsbruck, Galerie Annasäule: »Die Natur malt nicht« 152 Blätter (Aquarelle) 1979/80

1980

Graz, Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum: »antworten – aquarelle und zeichnungen von peter prandstetter 1970 bis 1980«

»peter prandstetter ist zeichner und aquarellist. in dieser bewußten beschränkung zeigt sich das selbstverständnis einer persönlichkeit, die mit großer behutsamkeit mit den dingen und mitmenschen umgeht, sich selbst einem asketischen lebensideal verschreibt und als künstler sein schaffen als eine antwort versteht: eine antwort auf die in ihn dringenden eindrücke aus der natur und der umwelt, eine antwort auf formal vorgegebenes wie die struktur des zeichenblattes, dessen forderungen, ja dessen fehler. diese antworten werden mit einer großen konsequenz und beharrlichkeit vollzogen. prandstetter arbeitet in serien. die bewältigung der selbst gewählten probleme, das ansichtigmachen der vielen verschiedenen seiten jedes dinges, ist das eine anliegen, das andere, der bewußte versuch einer reflektiven selbstkontrolle, einer selbstdisziplinierung auch in seinem schaffen (…)

in peter prandstetter haben wir einen künstler vor uns, der uns in einem immer stärker dominierenden malerischen gestalten seine art des welterlebens vor augen führt. das einzelne verbindet sich in seinem schaffen zum ganzen, zu einem gestaltzusammenhang und–wechsel, das an das sanfte gesetz adalbert stifters gemahnt: nicht die dramatik der extremsituation wird aufgezeigt, sondern das unaufhörlich sich wandelnde leben in der natur, oder, zeitgemäßer gesagt, im umraum. prandstetters stille erfahrung verbindet eine welt der schönheit und daseinsbejahung mit der kritischen reflexion über die erkenntnis des vergänglichen und alles menschlichen, als mensch und künstler erweist er sich als ein die oberfläche durchdringender, ebenso geistreicher wie schöpferischer gestalter.« Wilfried Skreiner im Katalog, Vorwort von Kurt Jungwirth, Text von Peter Prandstetter. 38 S.

Innsbruck. Galerie Annasäule: »Malerei 80 – Eine Anthologie zeitgenössischer Malerei in Österreich«. Katalog, Vorwort von Peter Weiermair, Text von Robert Adrian X, 56 S.

1981

Hall in Tirol, Volksschule Schönegg: »Zeichnungen und Aquarelle«, gemeinsam mit Arbeiten von Schülern.

1983

Innsbruck, Galerie Annasäule: »Hinterglasmalereien 1982 und 1983«. Katalogfaltblatt, Text von Peter Prandstetter, 4 S.

1994-97

Mosaik „Januskopf und Hale-Bopp-Mosaik“ für ein Privathaus in Hall in Tirol

1984

Künstlerhaus, Salzburger Kunstverein mit Ruedi Arnold

1986

Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck

1987

Galerie Elisabeth und Klaus Thoman, Innsbruck

1990

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck

1991

Galerie Prisma, Südtiroler Künstlerbund, Bozen (Text von Dr. Walter Methlagl „Aufflattern weiße Vögel am Nachtsaum“)

1995

Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck

1998

Waltherhaus, Südtiroler Kulturinstitut, Bozen

1999

Tiroler Kunstpavillon, Innsbruck

2002

Stadtmuseum Bruneck

2003

Galerie Kugler, Innsbruck

2005

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck

2009

Gruppenausstellung „Im Licht von Morandi“, Galerie Goethe, Bozen

Lanserhaus Eppan, Gruppenausstellung „Zauber der Zeichnung. Zeichnung in Österreich 1946-2009“

2015

CODA im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck